Mit dem Baublog einfach
besser informiert.

Wir sind der Partner, der Ihr Bauprojekt Schritt für Schritt begleitet. Da dürfen weiterführende Informationen zum Thema nicht fehlen. Und die gibt’s hier. Kurz, knapp, relevant.
11.06.2021

Architekt und Bauantrag

Einen Architekten haben Sven und Denise über das Internet gesucht, in dem sie sich verschiedene Referenzen angesehen haben. Auch haben die beiden Baustellenschilder von interessanten Bauvorhaben abfotografiert und weitere Informationen über die ausführenden Architekturbüros eingeholt.

Bei persönlichen Terminen am Objekt mit drei Architekten fiel dann die Entscheidung.

Denn das Erste – meist kostenfreie – Gespräch mit einem Architekten hilft enorm dabei, den richtigen Partner für die Realisierung auszuwählen. Anna Hellmich vom Architekturbüro Grahl aus Münster erhielt am Ende den Zuschlag, da man sich bei ihr und mit Ihren Ideen am besten aufgehoben fühlte.

Der beauftragte Architekt wurde mit Leistungsphase 1 – 4 beauftragt. Diese beinhalten die Erstellung aller Pläne, Grundrisse und Ansichten, Kommunikation mit dem Bauamt bis hin zum fertigen Bauantrag. Dies ist auch das Minimum was man benötigt, um einen soliden und guten Bauantrag einreichen zu können.

Die hier nicht beauftragten Leistungsphasen 5 – 8 beinhalten darüber hinaus u.a. die Ausführungsplanung, die Ausschreibung für die Handwerker oder die Baubegleitung. Da unser Kollege hier aber bereits fundierte Erfahrungen sammeln konnte und fachlich recht kompetent ist, wurden diese – teilweise recht teuren – Aufgaben nicht an den Architekten vergeben.

Ein Beispiel: Bei Baukosten von ca. 400.000 – 450.000 Euro belaufen sich die Kosten für einen Architekten (Leistungsphase 1 – 4) auf ca. 18.000 Euro. Beauftragt man darüber hinaus auch die Leistungsphasen 5 – 8 können am Ende durchaus Kosten von über 60.000 Euro auf der Rechnung stehen, da es sich hier um zeitintensive Prozesse handelt.

Bauantrag:

Sven hat keine Bauvoranfrage gestellt, sondern seine Ideen und Vorstellungen formlos ans Bauamt geschickt, um herauszufinden, ob sich das so an dieser Stelle realisieren lässt.

So erfuhr das Ehepaar, dass das direkte Anbauen der Garage an das Nachbarhaus freistehend nicht möglich ist, das Ganze aber als integrierte Garage im Haus funktionieren könnte. Zudem hatten sie nun einen Ansprechpartner im Bauamt, mit dem nun direkt kommuniziert werden konnte. Zwischen den Mails lagen zwar immer noch einige Tage, trotzdem war der stetige Austausch hilfreich.

28.05.2021

Der Vermesser.

Ein Vermesser sollte zeitnah nach dem Kauf in Anspruch genommen werden, da die Vermessungsdaten für den Architekten sehr wichtig sind. Dieser kann die Pläne erst komplett fertigstellen, wenn das Grundstück vermessen wurde und alle Informationen hierzu vorliegen.

Hier müssen nicht einmal mehrere Angebote angefordert werden, da die Kosten nahezu identisch sind. Vermessungsbüros unterliegen nämlich der Vermessungsgebührenordnung des jeweiligen Bundeslandes. Unser Kollege Sven hat es dennoch getan und sich für das Vermessungsbüro entschieden, welches am schnellsten reagiert hat und kurzfristig mit der Arbeit beginnen konnte.

Grundsätzlich hat ein Vermesser sehr viele verschiedene Aufgaben, beim Hausbau sind es im Regelfall aber vor allem die Grundstücksvermessung, die Absteckung vom Haus und die Gebäudevermessung.

Wird also mit schnellen sechs bis acht Wochen für die Arbeit des Architekten und die finale Fertigstellung der Pläne geplant, sollte der Vermesser recht schnell ins Boot geholt werden und mit seiner wichtigen Arbeit beginnen.

20.05.2021


Die Entkernung der alten Immobilie ist in vollem Gange. Mit Maschinen von DeWalt und in Arbeitskleidung von Mascot und Elten ist unser Kollege aktuell in jeder freien Minute auf der Baustelle.

Tipp: Ein bereits zuvor entkerntes Haus spart beim Abriss eine Menge Geld.


Abriss, Anbaupflicht und Nachbarschaftsbebauung.

Da es sich bei dem Gebäude um eine Doppelhaushälfte von 1948 handelt, muss beim Abriss eine Menge beachtet werden. Zum einen muss gewährleistet sein, dass das Nachbarhaus keinen Schaden nimmt und das zuvor die Außenwände beider Häuser ordentlich getrennt werden. Zudem besteht eine Anbaupflicht. Das bedeutet, dass man sein neues Haus wieder an das alte Haus anbauen muss. Eigentlich ist es darum nicht erlaubt, z.B. seine Garage mit dem anderen Haus zu verbinden, da eine Garage kein Hauptgebäude, sondern ein Nebengebäude ist.

Integriert man seine Garage aber im Haus und stellt man diese Pläne nachvollziehbar beim Bauamt vor, kann es durchaus Ausnahmen geben. Aus diesem Grund wurde das nun auch so vom beauftragten Architekten geplant.

Da es in Düsseldorf Unterrath keinen speziellen Bebauungsplan gibt, der Bauherren vorgibt, was und wie man bauen darf, greift hier die Nachbarschaftsbebauung (§34). Das bedeutet, dass man sich optisch der Nachbarschaft anpassen muss. Das heißt, dass einige Vorgaben eingehalten werden müssen, man aber etwas freier bei der Gestaltung seines Neubaus ist.

Besonders wenn bereits vom Design ähnliche Häuser auf der Straße vorhanden sind, egal ob neu gebaut oder saniert, hat man oft einen gewissen Spielraum. Gerade beim Thema Dachneigung und Traufhöhe (ca. Höhe Regenrinne) gibt es meist von der Straßenansicht wenig Spielraum.

Ein Blick ins Haus:

11.05.2021


Ein regelmäßiger Informationsfluss in die direkte Nachbarschaft, über das was als nächstes bzw. in der nahen Zukunft nebenan passieren wird, wie man bauen möchte und was man so geplant hat, schadet also nicht. Im Gegenteil.

Wichtige Unterlagen zum Grundstück anfordern.

Unterlagen beim Bauamt anfordern kann nur der aktuelle Eigentümer einer Immobilie.

Da diese Papiere aber oftmals bereits vor dem Verkauf benötigt werden, speziell bei der Planung und der Bewertung, erhält meist der Makler eine Vollmacht vom Eigentümer, um alle benötigten Unterlagen anfordern zu können. Zudem sollte man eine Alt- und Baulastenauskunft noch vor einer finalen Entscheidung einholen, da diese wichtige und wertvolle Informationen enthalten können, die man im Zweifel benötigt.

Noch ein Tipp: Nett sein! Als neuer Nachbar in einer Straße empfiehlt es sich, dass man den höflichen und freundlichen Kontakt zu den Anwohnern in der nächsten Nähe sucht und pflegt. Denn oftmals lösen sich eventuell mögliche Probleme bei der Planung oder mit Ideen, die man so hat – denen der Nachbar aber zustimmen muss – in Luft auf, wenn man ein gutes Bild abgibt und man das Gespräch hierzu sucht.

22.03.2021


Es wird also hoffentlich klar, dass es sehr sinnvoll ist, die angrenzenden Nachbarn frühzeitig einzubeziehen und ein gutes Bild abzugeben. Denn so klären sich manche Dinge recht schnell und unbürokratisch, mal abgesehen davon, dass eine langjährige und gute Nachbarschaft oftmals Gold wert ist.

Abstandsflächen, Grenzbebauung und Zustimmungen beim Bau durch die Nachbarn

Wie bereits in unseren vorherigen Artikeln erwähnt, gibt es bei einer Doppelhaushälfte eine Anbaupflicht, welche man auch erfüllen muss. Wenn das neue Haus tiefer gebaut wird als das ältere- bzw. Nachbargebäude nebenan, zum Beispiel 3 Meter in den Garten hinein, entsteht für den neuen Nachbarn eine ebenso lange Wand auf der Grundstücksgrenze, die er von seiner Terrasse aus sieht.

Ohne die Zustimmung des Nachbarn ist das nicht möglich. Denn eigentlich muss man beim Bau Abstandsflächen von 3 Metern einhalten. Auch bei einer Doppelhaushälfte die tiefer wird als die bestehende Doppelhaushälfte. Man hat nun zwei Möglichkeiten, dieser Vorgabe zu begegnen. Entweder man plant einen Versatz im Haus ein – oder spricht frühzeitig mit seinen neuen Nachbarn über seine Pläne.

Ein Nachteil hier könnten nämlich sein, dass die Sonneneinstrahlung von der neuen Wand beeinflusst wird und das den Nachbarn stört. Ein Vorteil wäre aber, dass die beiden Terrassen nicht exakt nebeneinander lägen und man bei gutem Wetter nicht direkt neben seinem Nachbarn sitzt, nicht jedes Wort zu hören ist und man auf beiden Seiten ein wenig mehr Privatsphäre genießt.

Stimmt der neue Nachbar den Plänen zu, ist es im Nachgang natürlich sehr viel einfacher. Tut er dies nicht, muss man einen Versatz im neuen Haus einplanen. Hierbei würde die Außenwand zum Nachbarn genau so tief in den Garten reichen, wie seine Außenwand es tut. Dann muss man die besagten 3 Meter einrücken und kann auf seinem Grundstück wieder in die Tiefe bauen.

Bei der Tiefe des eigenen Hauses kann man sich an den 3-4 Häusern rechts und links vom eigenen Grundstück orientieren. Wurde hier schon tiefer gebaut, ist das meist die Vorgabe, an die man sich halten sollte. In Svens direkter Nachbarschaft wurde bereits 11,50 Meter tief gebaut, was bei der Planung berücksichtigt wurde.

Man sollte sich also an die sogenannte Baulinie halten und schauen, was in der Nachbarschaft bisher schon möglich war und genehmigt wurde.

Bei einer Garage von max. 3 Metern Höhe und 9 Metern Länge, die man direkt auf die Grundstücksgrenze setzen darf, benötigt man hingegen keine Zustimmung des Nachbarn und muss auch keinen Abstand einhalten.

Sven und seine Frau Denise haben direkt nach Erhalt der ersten Pläne das Gespräch mit den Nachbarn gesucht und ihre Ideen für Haus- und Terrassengestaltung vorgestellt. Hier gab es auch direkt zwei Vorschläge, die besprochen wurden. Am Ende wurde den Plänen der Familie vollumfänglich zugestimmt.

Die Zustimmung wird mit in den Bauantrag aufgenommen und ist somit dokumentiert. Sven hat sich die finalen Pläne darüber hinaus von seinen neuen Nachbarn unterschreiben lassen, um für beide Seiten die Sicherheit zu bieten, dass hier nichts mehr geändert wird. Auch ist für das Bauamt sofort ersichtlich, dass es hier schon eine Einigung gab.

13.03.2021


Tipp:
Am besten plant man tatsächlich bei einem Neubau 3-4 Monate ab Unterzeichnung des Kaufvertrags ein, in denen man alle nötigen und wichtigen Entscheidungen trifft und den entsprechenden Instanzen, wie z.B. dem Architekten, der Bank, dem Notar etc. die nötige Zeit einräumt, um ordentliche und solide Arbeit zu machen. Erst danach sollte frühstens die Fälligkeit eintreten.

Nach Abschluss des Kaufvertrags

Der Architekt wurde bei diesem Projekt direkt nach Unterschrift des Kaufvertragesbeauftragt. Denn erst wenn die Grundrisse geplant sind, können die Fläche und die Baukosten berechnet werden. Die Flächen- und Wohnflächenberechnung, die Grundrisse und die Kostenschätzung sind am Ende die Unterlagen, die bei der Bank den finalen Kreditvertrag möglich machen.

Für all das sollte man übrigens zwischen sechs und acht Wochen Zeit einplanen. Darum sollte man im Kaufvertrag festschreiben lassen, wann frühestens die erste Zahlung geleistet wird. Denn Geld bekommt man am Ende erst, wenn alle vorherigen Punkte ordentlich abgearbeitet und der Bank vorgelegt wurden. Die Kaufpreisfälligkeit sollte man darum flexibel dem Zeitbedarf anpassen, um in Ruhe z.B. seine Planungen fertigstellen zu können.

Sven hat für alles nur vier Wochen benötigt, doch wenn man nicht vom Fach ist, noch nie gebaut oder umgebaut hat oder man sich noch eine zweite und dritte Meinung einholen möchte, sind zwei oder vier Wochen mehr schnell vorbei.

Wenn alle Unterlagen final bei der Bank eingereicht wurden, beschäftigen sich der Kundenberater und die Kreditabteilung damit, es werden Kreditverträge erstellt, alles noch einmal geprüft und am Ende für den Notar aufbereitet. Auch hier kann man mit einer oder zwei Wochen Zeitbedarf rechnen.

Der Notar erhält die Unterlagen und kann dann die nötigen Vormerkungen und Eintragungenmachen, die nötig sind. Das kann in Düsseldorf aktuell etwa drei bis vier Wochen dauern. Und erst dann darf erst die Fälligkeit des Kaufpreises eintreten. So ist der korrekte Ablauf und nur so kann man all das in eine sinnvolle Reihenfolge bringen.

Tipp: Wenn es schneller gehen soll, kann der Notar schriftlich bestätigen, dass er alle Unterlagen für die Grundschuld bekommen und das Nötige ordentlich auf den Weg gebracht hat. Diese Bestätigung kostet ca.70-150 Euro und ermöglicht es euch, die Auszahlung nicht erst mit der Eintragung beim Amtsgericht anstoßen.

05.03.2021


Im nächsten Teil unseres “Vor dem Kauf” – Contents beschäftigen wir uns in Kürze mit all den Themen, die nach dem Abschluss des Kaufvertrags auf einen zukommen.

Finanzierung und Nebenkosten

Um eine Finanzierung zu bewilligen benötigen Banken meist eine Kalkulation und eine Planung dessen, was man am Ende bauen möchte. Hierfür benötigt man beim Neubau einen Architekten, der das Ganze ausarbeiten und nach den Vorgaben des Hausherrn planen kann. Dieser kostet aber auch Geld und eventuell ist das Ergebnis dieser Arbeit gar nicht zielführend, weil noch offen ist ob man den Zuschlag bekommt

Bei diesem Projekt hat unser Kollege Sven vorab eine Kalkulation erstellt, bei der er die Kosten für einen Quadratmeter Neubau, die aktuell – je nach Baustandard zwischen 2.200 und 3.000 Euro liegen – mit 2.300 Euro angesetzt, da auch viel in Eigenleistung realisiert werden wird. Diese Summe wurde dann auf die geplanten Quadratmeter hochgerechnet. Dazu kommen die Kosten für das Grundstück und die Erwerbsnebenkosten, wie z.B. Notar, oder Grundbucheintrag.

Aber auch die Kosten für den Abriss des alten Hauses, die Vermessung, ein Bodengutachten, den Statiker, die städtische Hausanschlüsse und die eventuell neue Anbindung an die Kanalisation wurden vorab bestmöglich recherchiert.

Bei der Ermittlung des Kapitalbedarfs sollte man darüber hinaus die Kosten für den Architekten, die Außenanlagen, die neue Küche oder andere wichtige Bereiche des Hauses mit einrechnen und sich einen gewissen Spielraum lassen. Diese Informationen sollte man dann ordentlich aufbereiten, um sie dann der Bank vorlegen zu können. Diese erteilt nach Prüfung dann eine vorläufige Zusage über die Finanzierung, basierend auf den eingereichten Zahlen. Wichtig hier: Erst wenn der Architekt die Quadratmeter und zu erwartenden Kosten bestätigt, wird der Kreditvertrag final ausgestellt und auch die erste Zahlung kann erst dann geleistet werden.

Bei der ersten Zusage bekommt man natürlich schon alle Informationen, wie z.B. den zu erwartenden Zinssatz etc. mitgeteilt, welcher sich aber auch noch mal verändern kann, je nachdem wieviel Zeit man benötigt, um alle Informationen zu bündeln.

Das Grundstück ist der Star

Die Suche nach einem geeigneten Grundstück oder einer alten Immobilie dauerte eine ganze Weile. Doch nach gut einem Jahr kam dann Bewegung in die Sache. Eine alte Doppelhaushälfte auf einem perfekt geschnittenen Grundstück in Düsseldorf-Unterrath stand zum Verkauf.

Durch einen guten Kontakt bei der veräußernden Bank kam der Kontakt zum Makler recht schnell zustande und nach einem Besichtigungstermin war recht bald klar, dass hier das neue Zuhause der Familie entstehen wird. Denn aufgrund der Grundstücksmaße von ca. 18×33 mwar es trotz Abstandsflächen auch möglich, so zu bauen wie man es geplant hatte.

Das Grundstück war sehr verwildert. Die alte Dame, die das Haus von 1948 bis zuletzt bewohnt hatte, war am Ende nicht mehr in der Lage, den Garten oder auch das Haus selber in Ordnung zu halten. Gut zehn Jahre lang wurde sowohl am Haus als auch am Garten nichts mehr gemacht.

Über die Rodung des Grundstücks haben wir euch ja bereits vor gut zwei Wochen ausführlich und mit einigen Bildern berichtet. Bei Interesse einfach mal weiter nach unten scrollen.

22.02.2021

Gesucht wird ein neues Zuhause

Wie im letzten Blog-Eintrag bereits erwähnt, wird die Baustelle nun für einige Zeit ruhen. Ende Februar findet die Schlüsselübergabe statt und dann wird es noch einige Zeit dauern, bis wir wieder live bei den Arbeiten dabei sein können.

Aus diesem Grund möchten wir euch ein wenig darüber erzählen, wie es überhaupt zu alledem kam und was man bei der Suche nach einer Immobilie beachten sollte:

Die Familie hat bereits vor über einem Jahr ihre Suche nach einem geeigneten Haus oder einem Grundstück begonnen. Mit Suchaufträgen auf den gängigen Immobilienportalen und einem stetigen Blick auf die Angebote lokaler Makler, wurde recht schnell klar, dass das keine einfache Sache werden wird. Da unser Kollege Sven aus Düsseldorf kommt, war schnell klar, dass man in Düsseldorf selber oder den angrenzenden Vororten bleiben wollte.

Doch das Angebot an interessanten Häusern mit mindestens 160 Quadratmetern Wohnflächeund einer Grundstücksgröße von 300 – 600 Quadratmetern im Umland von Düsseldorf blieb recht überschaubar, denn auch die aufgerufenen Preise bewegten sich stetig weiter in nicht nachvollziehbare Regionen.

Die Lage des Hauses oder des Grundstücks war auch ein wichtiger Punkt. Kindergärten und Schulen sollten erreichbar sein und die Kinder die Möglichkeit haben, im eigenen Garten oder auch auf der Straße zu spielen.

Mit allen Objekten, die sich das Paar im Umland von Düsseldorf angeschaut hatte, konnte sich besonders Sven nicht so richtig anfreunden. Seine Verbundenheit zu seiner Heimatstadt war am Ende doch zu groß. Nach dieser Erkenntnis konzentrierten sich Denise und er nur noch darauf, in Düsseldorf zu suchen. Im Grunde war es dem Paar auch erst einmal egal, ob es sich bei den diversen Objekten um sanierungsbedürftige Altbauten oder Häuser mit umfassendem Renovierungsbedarf handelte. Auch ein kompletter Neubau stand immer auf der Liste der möglichen Optionen. Zwei Objekte waren zwischenzeitlich auch in der engeren Wahl, doch es scheiterte am Ende an zu hohen Auflagen der Stadt Düsseldorf oder daran, dass es jemanden gab, der bereit war, mehr Geld zu bieten.

13.02.2021

Entkernung – Teil 1

Nachdem das Grundstück umfassend gerodet wurde, nutzten Sven und seine Helfer den Rest der Woche für weitere Vorbereitungen, den Abriss des alten Hauses betreffend. Da es sich bei dem Gebäude um eine Doppelhaushälfte von 1948 handelt, muss beim Abriss eine Menge beachtet werden. Zum einen muss gewährleistet sein, dass das Nachbarhaus keinen Schaden nimmt und das man zuvor die Außenwände beider Häuser ordentlich trennt.

Darüber hinaus spart man bares Geld, wenn man zuvor einige Zeit in die Entkernung des alten Gemäuers investiert hat. Hierbei werden z.B. die Türen und Türzargen entfernt, alle Tapeten von den Wänden gelöst, alle Schalter und Steckdosen abmontiert und die Bäder bestmöglich zurückgebaut. Außerdem kann man im Rahmen dieser Arbeiten auch schon Decken herausschneiden.

Denn auch die Abfalltrennung von Bauschutt ist ein Thema, das man im Auge behalten sollte. Denn: Lässt man ein Haus einfach so abreißen, ohne sich selbst um die bestmögliche Entkernung zu kümmern, wird einem das Abrissunternehmen den Mehraufwand und die anfallenden Kosten für die Abfalltrennung in Rechnung stellen.

Hat man aber selber bestmöglich vorgearbeitet und ist allen Empfehlungen hierzu gefolgt, spart man sich diesen finanziellen Mehraufwand im besten Fall komplett.

08.02.2021

Die Rodung des Grundstücks

Um den finalen Abriss der alten Immobilie einfacher zu gestalten und den benötigten Platz für das neue und größere Fundament des neuen Hauses zu erreichen, wurde vor gut zwei Wochen bereits mit den Rodungsarbeiten im Garten begonnen, welche sich über mehrere Tage hinzogen.

Gemeinsam mit seinem Schwiegervater und einem guten Freund ging Sven ans Werk. Selbst der erste Schnee des Jahres konnte die Motivation nicht trüben. Nach und nach wurden alle Bäume, Hecken und Büsche entfernt, die laut Gesetz nicht im Garten verbleiben mussten oder für die man keine spezielle Genehmigung benötigte. Hierbei kamen eine Benzin- und eine  Akku-Kettensäge zum Einsatz. Diese wurden zuvor in einem BAUEN+LEBEN Standort gekauft.

Bei einer Rodung im Frühjahr ist zu beachten ist, dass im März die Vogelschutzzeit beginnt. Bis September oder sogar Oktober dürfen dann im Normalfall keine Bäume und Sträucher gefällt bzw. entfernt werden. Hier kann man theoretisch konkrete Anträge stellen und sich die Erlaubnis einholen. 

Bei Sven war es so, dass er sich im Kaufvertrag hat bestätigen lassen, dass bereits im Januar mit der Rodung des Gartens begonnen werden darf – auch wenn der Kaufpreis noch nicht bezahlt wurde. Einfach, um nicht mit diesen gesetzlichen Vorgaben zu kollidieren und auch hier genug Zeit zu haben, um das Grundstück ordentlich für den Bau vorbereiten zu können.

Für den Verkäufer entsteht hier im Normalfall auch kein Risiko, denn selbst wenn es am Ende in der Kaufabwicklung zu Problemen kommen sollte, kann er sich über ein ordentlich aufbereitetes Grundstück freuen.

Beim Fällen von Bäumen sind die Vorgaben der jeweiligen Stadt zu beachten. Einstämmige Bäume mit einem Umfang von 80 cm oder mehrstämmige Bäume mit einem Stamm, dessen Umfang größer als 50cm ist, dürfen z.B. in Düsseldorf ohne eine Genehmigung nicht gefällt, sondern maximal nur beschnitten werden. Bei Missachtung dieser Regeln bekommt man eine Anzeige, die durchaus teuer werden kann.

In der folgenden Woche wurde dann ein Container angeliefert und ein Profi-Häcksler bei einer Baugerätevermietung gemietet, der den angefallenem Grünschnitt zerkleinern und in den Container befördern sollte. Der Einsatz dieses professionellen Gerätes verringerte den Platzbedarf am Ende um das Vielfache und machte es möglich, nahezu den gesamten Grünschnitt, für den sonst acht oder vielleicht zehn Container benötigt worden wären, in einen zu bekommen.

Das reduziert den Aufwand und die Kosten für Container-Miete und Abtransport. Nach insgesamt drei Tagen war alles erledigt und der Container wurde abgeholt, die Abfälle fachgerecht entsorgt. 

Die eigentliche Überlegung hierzu war, dass der Grünschnitt regelmäßig mit einem Anhänger zur Mülldeponie gefahren werden sollte. Doch es stellte sich schnell heraus, dass das nicht der praktikabelste Plan war.

Bei der Anmietung eines Containers empfiehlt sich ebenfalls, ein Angebot einzuholen. Hier gelten heute in der Regel Pauschalpreise für Container inkl. An- und Abfahrt. Darum lassen sich diese Preise auch sehr gut und schnell vergleichen. 240 Euro war hier der Komplettpreis für Grünschnitt. Für eine Anlieferung auf der Mülldeponie zahlt man aktuell auch 22 Euro pro Kofferraum bzw. kleinem Anhänger. 

Es wurde schnell klar, dass der Container nicht nur jede Menge Zeit, sondern auch Geld gespart hat.

29.01.2021

Herzlich Willkommen auf unserem Baublog

Als Teil unserer Baureferenzen werden wir hier in den nächsten Wochen und Monaten die Baustelle unseres Kollegen Sven und seiner Frau Denise in Düsseldorf Unterrath begleiten. Hier wurde ein Grundstück mit einer alten Doppelhaushälfte erworben, die in Kürze einem modernen und größeren Zuhause für die junge Familie weichen wird.

Wir geben Antworten auf eure Fragen! Ein echtes Projekt mit BAUEN+LEBEN

Sven ist in leitender Position bei BAUEN+LEBEN tätig und wird viele Arbeiten in Eigenleistung erbringen, Produkte unserer Eigenmarken verwenden und auf Dienstleistungen unserer Standorte zurückgreifen.

Die Idee hinter diesen Baublogs, so wie wir sie hier angehen wollen ist, dass wir (zukünftigen) Bauherren und Interessierten zeigen möchten, wie man mit BAUEN+LEBEN ein Projekt von Anfang bis Ende realisieren kann, welche Punkte man wann beachten sollte und wie der generelle Ablauf eines Bauprojektes sein kann. Häufig erreichen uns hierzu Fragen, egal ob in unseren Standorten oder über unsere Social-Media-Kanäle, auf die wir hiermit auch ein Stück weit eingehen wollen.

Auf dem BAUEN+LEBEN Baublog werden wir euch anhand von Fotos, Videos, (Bauherren)-Interviews und generellen Informationen mit nach Düsseldorf nehmen, mit auf diese Baustelle.

Seid gespannt!